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Warum Karate

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Für Neulinge ist der erste Beweggrund, eine Kampfkunst erlernen zu wollen, sich „verteidigen“ zu können, d.h. sich für den „Ernstfall“ zu wappnen und das Gefühl von Stärke und Sicherheit zu erwerben. Hierbei herrschen oft falsche Vorstellungen über das Erlernen „unfehlbarer Techniken im Schnellverfahren“. Weiterhin steht am Anfang zudem der Wunsch, bei einer eventuellen Auseinandersetzung überlegen bzw. unbesiegbar zu sein.

Nur durch stetiges und ernsthaftes zielgerichtetes Training, erschliesst sich dem Kampfsportler auch die realistische Möglichkeit Kampfsituationen zu meistern. Nur den Ablauf von Techniken zu üben führt lediglich zu einer Steigerung der Koordinationsfähigkeit und zur Verbesserung der allgemeinen Körperverfassung. Jeder, der seine Verteidigungsfähigkeit wirklich steigern will, kann sich dem längerfristigen, ernsthaften und realsituationsbezogenen Training nicht entziehen – er muss echte Kampferfahrung sammeln.

Diesen oft beschwerlichen Weg (Do) der körperlichen und geistigen Ausbildung führt zu einem Reifungsprozess, der die oben genannten Beweggründe in den Hintergrund treten lässt. Mit dem aus wachsender Kampfstärke resultierenden Selbstbewusstsein schwindet das Bedürfnis zur Gewaltanwendung (Hier ist die „Erst-Aggression" gegenüber eines anderen gemeint und nicht die kontrollierte Aggression bei der Verteidigung).
 

Karate ist neben dem Training des Körpers auch eine hervorragende Charakterschule.

Mut, Durchsetzungsvermögen und die Fähigkeit schnell zu handeln, werden ebenso gefördert, wie ein wachsames Auge, Geistesgegenwart, innere Ruhe, Vorsicht und Behutsamkeit (Dies wird besonders deutlich beim Partner-Training, wobei die Techniken ohne jegliche Schutzausrüstungen, wie z.B. Handschuhe, Kopfschutz etc., ausgeführt werden).

Beim Karate lernt man u.a. Ängste zu überwinden, auch ohne Stress sinnvoll zu agieren, den Überblick zu behalten, kontrolliert und angepasst zu handeln und aufkommende Überheblichkeit zu beherrschen.

Erst ein hohes Mass an Selbstbeherrschung und der richtigen geistigen Haltung, gepaart mit körperlichen Robustheit, Sensibilität, blitzartigen Reaktionen und konsequenter, zielgerichteter Entschlusskraft ermöglichen eine perfekte Ausübung dieser Kampfkunst.
 

Nach wie vor gilt im Karate: Nicht das Treffen ist wichtig, sondern die Körperbeherrschung zu erlangen, Techniken  mit der gleichen Kraft und Schnelligkeit auszuführen und kurz vor dem Auftreffen im Ziel abzustoppen. Hierzu bedarf es ein Streben zur Perfektion der körperlichen Fertigkeiten sowie eine Verinnerlichung der geistigen Werte.

Ziel im Karate muss es sein, durch das Training ein besserer Mensch zu werden (Frei nach Hanshi Fritz Nöpel)!

 

Beim Erlernen des KARATE-DO gilt besonders:

Lernen ist wie gegen den Strom schwimmen – wer aufhört, treibt zurück!

 

Interpretiert und zusammengestellt von Roger Walbersdorf

   
© Budowelt / www.karate-langenfeld.de