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Bedeutung Gurtfarben

Details

 

Graduierungen: Früher

In den alten Schulen der chinesischen Kampfkünste gab es keine Graduierungen, zumindest nicht in der jetzt bekannten Form. Die Kampfkünste wurden meist innerhalb von Geheimbünden oder Familien-Clans praktiziert. Innerhalb dieser festen Grenzen, die auch durch gesellschaftliche Normen geprägt waren, bestand keine Notwendigkeit zu Graduierungen.

Dieses System der "Nicht-Graduierung" hatte auch einen Einfluss auf die Entwicklung der Kampfkünste in Japan. In der Praxis sah es so aus, dass ursprünglich alle Ausübenden die gleichen Gürtel trugen. Später wurde eine erste Abstufung durchgeführt, indem alle Schüler weiße Gürtel und alle Meister schwarze Gürtel trugen, sofern in der jeweiligen Schule überhaupt Gürtel zur Rangunterscheidung getragen wurden.

Graduierungen: Heute

Das heute weit verbreitete System, Graduierungen der Schüler durch farbige Gürtel zu unterscheiden, wurde erst zwischen 1915 und 1925 in Japan eingeführt. Zum einen geschah dies durch Meister Kano, dem Begründer des Judo, und durch Meister Funakoshi, dem Begründer des modernen Karate, der 1922 von Okinawa nach Japan reiste, um dort Karate zu verbreiten.

Durch das neue System wurde die Unterscheidung viel feiner. Heute üblich ist eine Unterteilung der Schüler-Grade (Mudansha) in sechs Stufen. Es gibt aber auch Systeme mit mehr Stufen, z.B. neun oder auch zwölf.

 

Gürtelfarben

Weißer, Gelber, Oranger, Grüner, Brauner und Schwarzer Gürtel
In den verschiedenen Kampfsportarten variieren die Farben der Gürtel. Trotzdem sind sie meist von hell nach dunkel aufsteigend geordnet und jede Farbe hat eine besondere Bedeutung.

    
Die Einteilung der Schüler in verschiedene Farben und Grade ist besonders für den Lehrer von Vorteil. So hat er einen Überblick über die Schüler und ihren jeweiligen Entwicklungsstand. Zusätzlich sind sie auch ein Ansporn für Schüler sich auf folgende Prüfungen und Herausforderungen vorzubereiten.
Die verschiedenen Farben stehen dabei für das Wachsen eines Baumes und somit für die Entwicklung des Schülers. Die weißen Gürtel zu Beginn der Schule sind der Anfang und gehen über zu gelb, grün und orange. Die höchsten Gürtel sind braun und schwarz, sie zeigen die Standfestigkeit und Weisheit des Kämpfers an.


Auch wenn die Gürtel eine Bedeutung beinhalten, dienen sie trotzdem vordergründig dazu die Jacke zusammenzuhalten und nicht als Statussymbol.

 

Die Bedeutung der Gürtelfarben im Zen

Weiß (9. Kyu)

Der Schnee liegt auf der Landschaft, der Lehrer sieht den Schüler nicht - der Schüler sieht die Lehre nicht.

     Gelb (8.KYU)

Der Schnee schmilzt, die harte, gefrorene Erde leuchtet gelb; der Lehrer sieht nicht, ob der Schüler fruchtbar ist - der Schüler sieht nicht, ob aus dieser Lehre für ihn Frucht wachsen wird.

     Orange (7.Kyu)

Die fruchtbare Erde leuchtet in der roten Abendsonne; der Lehrer sieht noch keine Frucht - der Schüler keimt, kann aber noch nichts.

     Grün (6.Kyu)

Ein Pflänzchen kommt; der Lehrer sieht: der Schüler versteht - der Schüler erkennt die Wirkung der Lehre.

     Blau (5 & 4.Kyu)

Die Baumkrone reicht in den Himmel; der Lehrer sieht das Leben seines Samens - der Schüler erlebt die Tiefe der Lehre.

     Braun (3 bis 1.Kyu)

Der Baum hat feste Borke; der Lehrer sieht den Beginn selbständigen Lebens - der Schüler sieht, fest geworden, den ersten Gipfel in der Ferne.

(ab 1.Dan)

Das Wandeln der Stille Das Erreichen des schwarzen Gürtels bedeutet nicht das Erreichen der Perfektion, sondern den Beginn des Weges zur gesamthaften Perfektion; es dokumentiert das Sreben nach Meisterschaft über die Technik, wobei ursprünglich erst mit dem 5.Dan die komplette Beherrschung des Systems bestätigt wurde: bis dahin sind Prüfungen möglich, danach nur noch Verleihungen. Der schwarze Gürtel wird durch die jahrzehntelange Übung durch die Abnutzung wieder weiß; damit schließt sich der Kreis wieder.

 

 

   
© Budowelt / www.karate-langenfeld.de