Login Form  

   

Besucher Zähler  

237020
heuteheute132
gesterngestern334
Diese WocheDiese Woche2032
Dieser MonatDieser Monat7452
GesamtGesamt237020
Statistik erstellt: 2017-06-25T07:25:47+02:00
letzte IP:54.196.107.244
US
Angemeldete Benutzer 0
Gäste 34
   

Superimpei

Details

 

Petshurin (auch Superimpei)

Bedeutung: 108 Formen

Die Superimpei Kata ist die höchste der GOJU-Ryu-Kata. Für einen Aussenstehenden mag dies durch die Länge der Kata deutlich werden. Die Spannungsunterschiede im Körper des Ausführenden sind von einer prägenden Bedeutung und geben ihr diesen Stellenwert.

Im Grundschema durchläuft der Sportler bei dieser Kata dreimal die Form eines Kreuzes. Daneben gibt sie einmal das Kreuz in einer Drehung von 45 Grad als Diagonalkreuz wieder. Hierdurch werden die „Acht-Karate-Ecken“ (Embusen-Linien) symbolisiert. Somit werden die Angreifer aus jeder Richtung bekämpft. (Diese Betrachtung der Acht-Karate-Ecken lässt sich auch in der Kata Shisoshin beobachten). In den ersten drei Kreuzen des Grundschemas werden überwiegend kurze Distanzen zum imaginären Gegner eingenommen. Die Spannung des Körpers ist bei jeder Technik unterschiedlich. Schnelle Haraiotoshi-Bewegungen mit Zuki-Techniken auf das Armgelenk des Gegners zeigen Parallelen zu Sesan und Kururun-Ha auf. Der Ausübende hat das Gefühl, sich harmonisch im Raum zu bewegen. Im Diagonalkreuz werden längere, raumausfüllende Techniken (Shiko-Dachi mit Ippon-Ken und Haraiotoshi-Uke) ausgeführt.

Sanchin-Dachi mit Uke- und Zukame-Bewegungen weisen deutliche Parallelen zur Sesan auf.

Die Drehung um 360 Grad mit Mikazuki-Geri und dem Mae-Tobi-Geri vermitteln den Eindruck von Schnelligkeit und Kraft. Der Mae-Tobi-Geri dient nicht der Raumüberbrückung zum Gegner, sondern ist vielmehr ein Sprung im Stand (z.B. um einen Angriff zu den Beinen mit dem Stock oder Schwert auszuweichen). Dynamische Uraken-Uchi-Techniken erinnern an Saifa und Seenshin.

Als Ergebnis ist festzustellen, dass sich in der Superimpei alle GOJU-Ryu-Kata widerspiegeln.

Dies wird dadurch belegt, dass man hier teilweise analoge Technikabläufe wieder findet. Es wird auch das Hauptziel des GOJU-Ryu-Karate dargestellt, nämlich die Distanz zum Gegner zu verkürzen und den Nahkampf herbeizuführen.

In der Übersetzung bedeutet Superimpei „108 Formen“ bzw. „108 Kampfbewegungen“. Dies ist die okinawanische Bedeutung der für diese Bezeichnung stehenden chinesischen Zeichen. Die Zahl 108 könnte für die im Buddhismus stehenden 108 irdischen Leidenschaften oder Sehnsüchte des Menschen stehen. Nach einer anderen Theorie haben 108 Karate-Meister an der Entwicklung dieser Kata mitgewerkt. Eine weitere Theorie besagt, dass eine Mehrzahl chinesischer Kampfstile, die wiederum auf südindische Lehren verweisen, 108 Stellen des menschlichen Körpers benennen, die gegen Angriffe besonders empfindlich sind.

 
 


   
© Budowelt / www.karate-langenfeld.de