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Kisaki

Details

Tomoharu Kisaki
(1920 - 1996)

Yuishinkan Goju-Ryu Karate-Do wurde entwickelt von Sensei Tomuharu Kisaki, 9.Dan, aus Osaka, Japan. Er war direkter Schüler von Sensei Yamaguchi und trainierte auch unter Sensei Miyagi. Unglücklicherweise starb er im Februar 1996

Kisaki wurde 1920 geboren und stammte aus einer alten Samurai-Familie. Sein Interesse an Karate wurde schon früh geweckt und er erlernte diese Kampfkunst beim Gründer des Goju-Ryu, Sensei Miyagi, und dessen Beauftragter für Japan G. Yamaguchi (genannt "die Katze").

Sensei Kisaki war in Japan eine grosse Karate-Persönlichkeit. Er war Präsident des Karate-Studentenverbandes und hatte eine Professur über Budo-Künste inne. Kisakis Dojo in Osaka trägt den Namen Yuishinkan, was soviel bedeutet wie "Halle des tapferen (mutigen) Herzens".

Der Grund für diesen Namen liegt in der besonderen Zielsetzung dieser nach dem Namen Yuishinkan benannten Unterströmung des Goju-Ryu: Kisaki praktizierte ein besonders intensives Kraft- und Abhärtungstraining, und legte grossen Wert auf realistisches Selbstverteidigungstraining. Hieraus entsprang die Trainingsform des Tegumi, eine Art des freien Kampfes, wo alle Techniken erlaubt sind, inklusive Würfen mit anschliessendem Bodenkampf. Hieraus ergibt sich, dass im Yuishinkan vor allem Techniken aus dem Infight-Bereich geübt werden, d.h. kurze Arm- und Beintechniken.

Durch seine Erfahrung im Judo (Kisaki hatte den 3. Dan) flossen auch hieraus viele Elemente in das Yuishinkan ein. Der Bodenkampf war lange Bestandteil einer Prüfung zu höheren Kyu- und Dan-Graden. Um einen Gegner überhaupt zu Boden zu bringen, bedarf es natürlich diverser Würfe. Um diese gezielt zu trainieren, entwarf Kisaki ein System von 24 festgelegten Angriffs-Abwehr-Kombinationen mit abschliessendem Wurf (Nage-Waza). Dieses Vorbild wurde in Deutschland, nicht zuletzt durch die Initiative von Fritz Nöpel, in die allgemeingütige Prüfungsordnung des Goju-Ryu in Deutschland aufgenommen, wo nun ab 3.Kyu drei Kombinationen mit abschliessendem Wurf gefordert werden.

In den letzten Jahren besuchte Sensei Kisaki regelmässig Deutschland und nahm am internationalen Sommerlehrgang in Kamen teil. Sein grosses Wissen und seine Art zogen viele Interessierte aus allen Teilen Deutschlands und Europa an. Sein Tod hinterlässt eine schmerzliche Lücke.
Zu seinem Nachfolger bestimmte Sensei Kisaki Sensei Nagoya, 9. Dan, ebenfalls aus Osaka.

   
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