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Geschichte

Details

Frei nach Gichin Funakoshi "Karate-Do - Karate beginnt und endet mit Höflichkeit":

Zu Napoleons Zeiten wurde berichtet im Fernen Osten gäbe es ein kleines Königreich, dessen Bewohner keine einzige Waffe besässen. Es bestehen wenig Zweifel, dass es sich hier um die Ryukyu-Inseln handelte, die zur Präfektur Okinawa gehörten. Es wurde weiter berichtet, dass das Karate von den Bewohnern dieser Inseln aus einem bestimmten Grund erfunden, weiterentwickelt und verbreitet wurde, nämlich dem, dass es ihnen durch das Gesetz verboten war, Waffen zu tragen.Tatsächlich gab es zwei solcher Verbote: eines wurde vor ungefähr 500 Jahren verkündet, das andere 200 Jahre später. Vor der Bekanntgabe des ersten Erlasses waren die Ryukyu-Inseln in drei sich bekriegende Königreiche geteilt: Chuzan, Nanzan und Hokuzan. Es war der Monarch von Chuzan, Sho Hashi, der, nachdem es ihm gelungen war, die drei Königreiche zu vereinigen, allen Bewohnern der Ryukyu-Inseln den Besitz von Waffen, sogar den von alten, rostigen Schwertern, verbot.

Er lud auch alle berühmten Gelehrten und Staatsmänner der drei Königreiche nach Shuri, seiner Hauptstadt, ein, wo er eine Zentralregierung errichtete, die die nächsten 200 Jahre überdauern sollte.
Im Jahre 1609 jedoch musste der regierende König der Dynastie eine Armee ausrüsten, um eine Invasion der Inseln zurückzuschlagen, die von Shimazu, dem Daimyo von Satsuma (jetzt Präfektur Kagoshima), unternommen wurde. Die frisch bewaffneten Krieger der Ryukyu-Inseln kämpften mit bemerkenswerter Tapferkeit und Ritterlichkeit gegen die Soldaten des Satsuma-Clans, die im ganzen Land wegen ihres Kriegskönnens bekannt und gefürchtet waren, aber nach Anfangserfolgen in kleineren Schlachten besiegelte eine überraschende Landung von Shimazus Streitkräften sowohl das Schicksal der Inseln wie auch ihres Monarchen, der sich ergeben musste.

Da Shimazu dass Verbotsedikt für Waffen erneuerte, begannen viele Bewohner der Ryukyu-Inseln, heimlich eine Form der Selbstverteidigung zu üben, bei der Hände und Füsse die einzigen Waffen waren. Was es genau war, kann nur vermutet werden. Es ist jedoch bekannt, dass Okinawa bereits jahrhundertelang Handel mit der Provinz Fukien in Südchina pflegte, und wahrscheinlich breitete sich deshalb das chinesische Kempo ("Boxen") auf der Insel aus. Aus dem Kempo entwickelte sich das heutige Karate. Es war zuerst als "Okinawa-te" bekannt.

Während der Jahre des Waffenverbotes wurden von Satsuma aus Aufseher auf die Inseln gesandt, um die genaue Einhaltung des Verbots zu gewährleisten, und so ist es kaum verwunderlich, dass Karate (das in der weiterentwickelten Form einen Mann in die Lage versetzte, ohne Waffen zu töten) nur im geheimen geübt werden konnte. Die Heimlichkeit des Karate bestand bis in die frühen Jahre der Meiji-Ära, teilweise auch deshalb, weil der alte Erlass in den Köpfen der Menschen fortlebte.

In den Volkstänzen Okinawas kommen eine Reihe von Bewegungen vor, die jenen des Karates gleichen, und es lässt die Vermutung zu, dass Eingeweihte, die diese Kampfkunst im geheimen übten, diese Bewegungen in die Tänze einführten, um die Obrigkeit weiter zu verwirren. Die Tänzer Okinawas, männliche wie weibliche, benutzen ihre Hände und Füsse weitaus energischer, und das Betreten wie auch das Verlassen der Tanzfläche erinnern stark an den Anfang und das Ende eines Karate-Kata.

In der Tat hat man die Essenz der Kunst in den Worten zusammengefasst: "Karate beginnt und endet mit Höflichkeit". Okinawa selbst wurde jahrhundertelang von seinen Bewohnern als der Ort bezeichnet, wo alle Formen der Etikette am striktesten eingehalten wurden. Der berühmte Torbogen vor der Burg von Shuri wurde Shurei no Mon, "Tor der Höflichkeit" genannt. Nachdem die Meiji-Regierung an die Macht gekommen und Okinawa zu einer Präfektur geworden war, wurde das Shurei no Mon zu einem nationalen Denkmal erklärt.

Ein Schaubild zur Entwicklung der Asiatischen Kampfkünste und ihres Ursprungs in den Religionen:

   
© Budowelt / www.karate-langenfeld.de